Perus Altiplano in der Trockenzeit

Im Moment sind wir in Cusco angekommen,die Eindruecke stapeln sich ohne Changse, hier als Eïntrag abgearbeitet zu werden. Da ich zur Abwechslung mal eine halbwegs zuegige Internetverbindung habe, beginne ich heute mal mit den Bildern… dachte ich zumindest. Aber erst spinnt der Internetexplorer. Man kann halt nicht alles haben… nun habe ich den Ort gewechselt und erstmals in Peru gutes Equipment…!

Die hinter Arequipa aufragenden Berge wirken wie ein Riegel und begrenzen die Hochebene, das Altiplano, vom Westen her als Cordillera Occidental. Im Osten riegelt die Cordillera Oriental zum Regenwald und dem Amazonasbecken hin ab.

Dahinter erstreckt sich die Hochebene, die sich ueber tausende von Kilometern ueber Peru durch Bolivien und weiter nach Argentinien und Chile auf ca 3800 Hoehenmetern hinzieht. Obwohl der Pazifik im Westen und der Regenwald im Osten liegen, ist diese Hochebene ueberwiegend trocken. Die Atacamawueste ist die trockenste Wueste der Erde.

Wir reisen hier in der Trockenzeit, daher sind diese Weiten hier gelb gefaerbt von trockenem Gras. In der Regenzeit gehen hier regelrechte Wassermassen runter, dann ergruent alles. Anders als in Ladakh, wo jedes Tal wieder ganz anders ist und vielgestaltig, hat man hier den Eindruck einer gewissen Eintoenigkeit. Die Erde scheint einen Buckel zu machen, wobei weiter nicht viel mehr passiert.

Immer wieder werden die Weiten von kleinen Flusslaeufen und kleineren Seen durchzogen, an denen Voegel brueten. Das Gebiet ist laengst nich so ueberweidet wie wir das in Ladakh sehen mussten, im Gegenteil, hier haetten noch weit mehr Tiere Futter!

Hier oben leben Lamas, Alpakas, Schafe und wilde Vikunjas. Hier wilde Vikunjas an einer Wasserstelle:

An diesem See, der sich wundersamer Weise aus der Wueste schaelt, finden sich auch Flamingos, leider sind wir zum fotografieren zu weit weg.

Die Hochebene durchziehen kleine einzelne Ansiedlungen einzelner Familien, oft mehrer Kilometer voneinander getrennt. Somit haben die Kinder einen Schulweg on oft mehreren Stunden, wodurch sie von 9 Schulmonaten meist nur 5 Monate lang die Schule auch wirklich besuchen:

Einige der Gehoefte sind von den Familien fuer die Touristen zuganglich gemacht – wenn die Familie vor der Tuer steht und winkt, dann sind sie empfangsbereit, ansonsten nicht. Wir haben eine Familie besucht und fanden den Kontakt schoen und noch ganz unbefangen natuerlich, noch nicht touristisch als Affenstall wie spaeter am Titikakasee:

Die Hoefe sind rund angelegt, mit einer Aussenmauer und einer im Inneren nochmals kreisfoermigen Mauer. Drumherum gruppieren sich einzelne kleine Gebaeude, wie z.B. die Kueche, die Schlafraeume und manches andere. Wir wollten nicht ueberall reinschauen, obwohl wir eingeladen waren, solches zu tun. Hier ein eindruck von Haus und Herd und Nahrung:

Die Meerschweinchen oben sind – schockierend fuer unsere Kinder – ein ganz alltaegliches Nahrungsmittel fuer die Menschen und werden entsprechend gehalten.

Nun noch der Unterschied:

Das Lama oben, das Alpaka unten:

Andreas hat der Familie dann ein Spielzeug abgekauft – eine Steinschleuder, die dort tatsaechlich verwendet wird! Die Familie war darueber gluecklich und hat sich sehr bedankt, wir haben uns ueber die menschliche Begegnung gefreut, die noch nicht vom „Money-Making“ gepraegt war.

Und weiter demnaechst!